"Anbetung der Götter"
(Grab des Sennedjem)

 

 

 

Tatjenen

 
 

 

Tatjenen (Tatenen) ist ein Urgott; sein Name bedeutet "aufgetauchtes Land". Er wird erwähnt im Zusammenhang mit dem Auftauchen des Urhügels. Ta-tjenen ist der memphitische Erdgott. Er ist ein Symbol für Ägypten selbst und das aus den Überschwemmungsfluten des Nils auftauchende fruchtbare Land.

Dargestellt wird er als bärtiger Mann, der eine Krone mit Widderhörnern und Sonnenscheibe mit 2 Federn trägt.

Tatjenen ist das memphitische Gegenstück zum heliopolitanischen Benben-Stein (Symbol des Urhügels; s. auch "Neunheit"); außerdem ist er eine Personifikation Ägyptens und ein Aspekt des Erdgottes Geb.

Erläuterungen (Hieroglyphen):

(1) 1. Land (TA); 2. Tierfessel (TJ); 3.+4. zweimal Binse (NN; "nen").
Zu lesen: TATJENEN ("Tatschenen"; Tatenen) = "aufgetauchtes Land"

(2) 1. Fuß (B); 2. Wasserlinie (N); 3. wie 1.; 4. wie 2.; 5. Dorn; Dreieck (Determinativ).
Zu lesen: BENBEN. Der Benben-Stein in Heliopolis symbolisiert den Urhügel (s. auch "Neunheit")

(3) 1. Gans (GB; "geb"); 2. Fuß (B; Konsonanten-Wiederholung zu 1).
Zu lesen: GEB (Erdgott Geb; s. auch "Neunheit von Heliopolis" und "Kronen + Embleme"). Der Erd- und Vegetationsgott Geb wird mit grüner Hautfarbe (und manchmal mit erigiertem Glied) dargestellt.

(4) 1. Brotlaib (T); 2. äg. Geier (A); 3. Thron (ST; "set"); 4. Brotlaib (T; Konsonanten-Wiederholung zu 3.); 5. Haus (Det. für Grab); 6.-8. dreimal Herz + Luftröhre (NFR; Plural: NFRU, "neferu"); 9. verehrte Person(en) + 3 Pluralstriche (Det. für vornehme Person).
Zu lesen: TA-SET-NEFERU ("Ort der königlichen Kinder" = Tal der Königinnen; wörtlich: "Ort der Vollkommenheit"; "Ort der Schönheit")

 

Tatjenen beschützt den Weg der königlichen Toten in der Unterwelt. Auf den Wänden des Grabes seines jungen Sohnes Amunherchepeschef im Tal der Königinnen wird Ramses III. (20. Dyn.) dargestellt, wie er den Gott Tatjenen dazu ermuntert, sich um den toten Prinzen zu kümmern.

Amunherchepeschef, Ramses III. + Tatjenen
(Grab des Prinzen Amunherchepeschef)
(Quelle: "Tour Egypt")

 

Tatjenen (vergrößerter Ausschnitt aus vorhergehender Abb.)
(Quelle: http://www.kelim.de.vu; Religion, Götter)

Aus der Beischrift geht hervor, daß es sich um "Ptah-Tanen" handelt. Die Hieroglyphe "Tierfessel" (TJ; s.o. "Tatjenen") erscheint hier nicht. Ptah in seinem Aspekt als Erdgott wird auch "Tanen" oder "Ptah-Ta(tje)nen" genannt, entspricht also dem Erdgott Tatjenen.

Im Tal der Königinnen (äg. "Ta-Set-Neferu" = Ort der königlichen Kinder) sind 4 weitere Söhne Ramses´III. bestattet: Paraherwenemef, Sethherchepeschef, Chaemwaset und Ramses. Aufgrund der Vorbildfunktion Ramses´II. d.Gr. (19. Dyn.) für Ramses III. tragen dessen Söhne dieselben Namen wie die Prinzen Ramses´II. !

 

 

 
 

T h o t

 

Thot (äg. Djehuti) ist der Gott der Schrift und der Wissenschaften; er wird daher besonders von den Schreibern verehrt. Er steht den Bibliotheken der sog. Häuser des Lebens ("Per-Anch") vor; unter seiner Obhut stehen alle wissenschaftlichen (medizinischen, mathematischen) und heiligen Bücher, zu denen nur die Schreiber (die "Nachfolger des Thot") Zutritt haben. Thot gilt als Erfinder der Hieroglyphenschrift.

Plastik des Schreibers Nebmertuef mit dem Pavian, dem
heiligen Tier des Thot (19. Dyn.; um 1300) (Louvre Paris)
(Quelle: http://ladydarkfortress.bravepages.com/Goddess%20&%20God%20Focus.html)

 

Dargestellt wird Thot entweder ibisköpfig in Menschengestalt oder als Pavian (weißer Affe) in sitzender Stellung. Hedjwer (Hezur, Hedjur), der "große Weiße" (ein Paviansgott der Frühzeit), verschmilzt schon in der Pyramidenzeit mit dem Mondgott Thot. Auf dem Haupt trägt er die Mondscheibe und Mondsichel (wie die Mondgötter Chons und Jah, s. "Gottheiten 3" [2] + "Gottheiten 4" [26]). Schepsi, eine Gestirnsgottheit (ebenfalls mit Mondscheibe und Mondsichel auf dem Haupt), gilt als eine Erscheinungsform des Thot.

Einer Legende zufolge entspringt Thot dem Haupt des Seth; andererseits wird er als "Sohn des Re" bezeichnet. Er gilt als derjenige, der die Götter besänftigt und Frieden unter ihnen stiftet.

Thot assistiert dem Osiris in der Unterwelt, wo dessen Gericht tagt, und wo die Verstorbenen vor Thot das "negative Sündenbekenntnis" ablegen (s. "Ka, Ba + Ach": Totengericht und Totenopfer).

Thot notiert das Ergebnis der Wägung des Herzens
(Papyrus des Ani)

 

Erklärungen und Erläuterungen (Hieroglyphen):

(1) 1. Heiliger Ibis auf Standarte (Ideogramm für Thot); 2. sitzender Gott (Determinativ).

(2) 1. Brot; 2. sitzender Gott (Det.). Auf Särgen des MR wurde aus abergläubischen Gründen diese Schreibweise der unter (1) aufgeführten vorgezogen.

(3) 1. Haus (PR; "per"); 2. Lebensschleife (ANCH = Leben); 3. wie 1. (hier wohl Determinativ für Haus, Gebäude). Zu lesen: PER-ANCH ("Haus des Lebens"). Unter dieser Bezeichnung (auch "Haus der Schriftgelehrten" oder "Akademie" genannt) wird eine dem Tempel angeschlossene Lehranstalt verstanden; sie beherbergt Papyri heiligen oder wissenschaftlichen Inhalts, die nur den Schreibern zugänglich sind zum Studium dieser Texte oder auch zum Kopieren. Diese "Tempelschulen" stehen unter der Obhut des Thot, des Gottes der Wissenschaften.

(4) 1. Kobra (DJ, "dje"); 2. gedrehter Docht (emphat. H); 3. Wachtelküken (W=U); 4. Brotlaib (T); 5. zwei Schrägstriche (langes I; Y).
Zu lesen: DJEHUTI = grch. Thot. In diesem Falle ist "Djehuti" voll ausgeschrieben.

(5) Ideogramm für den ibisköpfigen Gott Thot (Djehuti).

(6) 1. s. (1); 2.+3. s. (4); 4. s. (1). Offenbar handelt es sich hierbei um eine "Misch-Schreibweise" aus (1) + (4).

(7) 1. ein Paar erhobener Arme (KA; "ka" = Stier); 2. Feder (Symbol der Göttin MAAT).
Zu lesen: KA-MAAT ("Stier der Maat"); Epitheton (Beiname) des Thot.

(8) 1. Keule (HDJ, "hedj" = weiß); 2. Schwalbe (WR; "ur", "wer" = groß; s. "Isis").
Zu lesen: HEDJWER (Hedjur; Hezur). Hedjwer, "Großer Weißer", ist ein Paviansgott der Frühzeit, der schon in der Pyramidenzeit mit dem Gott Thot (ursprünglich ein Mondgott) verschmilzt. Auch Hedjwer ist der Schutzpatron der Schreiber.

 

Sein Hauptkultort ist Chemenu (grch. Hermopolis; s. auch "Neunheit") in Mittelägypten. Die Griechen setzen Thot mit ihrem Gott Hermes gleich. Ein Epitheton des Thot erscheint in einer Inschrift im Tempel von Esna: "Thot der Große, der Große, der Große" (äg. Djehuti-pa-aa, pa-aa, pa-aa; grch. "Hermes Trismegistos", der dreimal große Hermes).

Durch die Beziehung zum Mond wird Thot zum "Herrn der Zeit" und zum "Rechner der Jahre". Daher sind Schreibgerät und Palmenrippe seine häufigsten Attribute.

4 Pharaonen der 18. Dynastie (Thutmosis I - IV) führen den Namen des Gottes Thot in ihrem Geburtsnamen (Eigennamen); Thutmosis (grch.) = äg. Djehuti-mes ("Thot ist geboren").

In der Spätzeit erhält Thot ("Herr des Mondes") den Beinamen "Silberner Aton".

 

 

Anedjti

 

Anedjti (Anezti, Andjety) ist der alte Königsgott der Frühzeit; sein Hauptkultort ist Busiris (äg. Djedu) im Delta.

Die sog. Geißel (äg. "nechacha") wird von Anedjti, dem "Oberhaupt der östlichen Gaue", zum Herrschaftssymbol erhoben (später Attribut der Götter Osiris und Min, Herrschaftssymbol der Könige). Der Krummstab (äg. "heka"), ein Attribut des Anedjti, ist ursprünglich wohl ein Hirtenstab.

Der Fruchtbarkeitsgott (und spätere Totengott) Osiris verschmilzt mit dem alten Königsgott, von dem er die Machtsymbole Krummstab und Geißel übernimmt. Auch die konische Krone Anedjtis, verziert mit 2 Federn, wird als "Atef-Krone" von Osiris übernommen; ebenfalls das Epitheton "Herr von Djedu".

Erläuterungen (Hieroglyphen):

(1) 1. Arm (A); 2. Wasserlinie (N); 3. Kobra (DJ, "dsch"); 2.-3.: NDJ, "nedj"; 4. Brotlaib (T); 5. Pistill (TI; T: Konsonanten-Wiederholung zu 4); 6. Schilfblatt (I; Konsonanten-Wiederholung zu 5); 7. Determinativ (Gott Anedjti).
Zu lesen: ANEDJTI (Andjeti; Anezti; Anedschti)

(2) 1. Korb (NB, "neb" = Herr); 2. Djed-Pfeiler (DJD, "djed", "dsched"); 3. Determinativ (Ort); 4. Wachtelküken (W=U); 3.+4.: graphische Umstellung (hierzu und zum Epitheton s. "Gottheiten 1": Osiris).
Zu lesen: NEB-DJEDU ("Herr von Djedu"; grch. Busiris), Beiname des Anedjti und des Osiris.

(3) Attribute des Anedjti: Krummstab (vielleicht Hirtenstab; als Machtsymbol: Heka-Zepter; s. "Symbole"); Flagellum (vielleicht Hirtenpeitsche; Wedel; Geißel; später: pharaonisches Machtsymbol; s. "Symbole"); Krone des Anedjti (wird später zur "Atef-Krone" des Osiris; s. "Kronen + Embleme").

 

 

S e t h

 

Seth (Setesch, Setech ["ch" wie in "ich"], Suti, Sutech ["ch" wie in "Buch"]), der Gott des Chaos und der Verwirrung, gehört zur Götterneunheit von Heliopolis. Er gilt als Schutzpatron der Wüste und des Auslandes (aller nichtägyptischen Länder); er ist verantwortlich für Sturm und Gewitter. Zur Zeit der Fremdherrschaften (besonders derjenigen der Assyrer; 671-663) wird er dadurch als Landesfeind und als Symbol alles Bösen betrachtet. Später wird Seth mit dem grch. Dämon Typhon identifiziert (Typhon, ein feuerspeiender Drache, hatte sich gegen Zeus aufgelehnt; dieser schlug ihn mit seinem Blitz und warf ihn in den Tartaros).

Hauptkultort des Seth ist Ombos (äg. "Nebut") in OÄ; vorher war dieser Ort dem Gott Asch geweiht (s. "Gottheiten 4" [32]).
[Zu "Ombos" s. auch unter "Schebenu" = "Verschiedenes": (6) Ombos + Kom Ombo]

Meistens wird Seth menschengestaltig mit dem Kopf des "Seth-Tieres" (Fabeltier) dargestellt. Der 11. oä. Gau führt das Seth-Tier als Gauzeichen.
[Zur (wahrscheinlichen) Herkunft des "Seth-Tieres" s. Robert Temple: "Die Kristall-Sonne", Tafel 56!]

In Krönungs- und Kronjubiläumsszenen (Reliefs) wird gezeigt, wie Horus und Seth dem König die rote (uä.) und die weiße (oä.) Krone überreichen.

Bei seiner Krönung werden dem Pharao die beiden
Landeskronen von Horus und Seth überreicht
(Relief aus dem Tempel Ramses´II. in Abu Simbel)
(Quelle: http://www.hieroglyphen.de; Urlaubsbilder)

 

In der 2. Zwischenzeit wird Seth von den Hyksos (15. + 16. Dynastie) in Auaris verehrt.
Thutmosis III. (18. Dynastie) führt den Beinamen "geliebt von Seth".
Bei einigen Königen der 19. und 20. Dynastie ist "Seth" Bestandteil ihres Eigennamens (Sethos I + II, Sethnacht).

Seth begleitet Ra auf dessen 12-stündiger Nachtreise durch die "Duat" (s. "Totenopfer", Totentexte), in deren Verlauf er die Apophis-Schlange besiegt, die den Sonnengott bedroht (Seth als Prototyp des "Drachentöters"). Hierbei werden Seths destruktive Kräfte in eine positive Richtung gelenkt.

Seth wehrt die Apophis-Schlange von Ras Sonnenbarke ab
(Papyrus der Heruben) (Ägyptisches Museum Kairo)
(Quelle: http://homepage.mac.com/scarab1/gods.html)



Erläuterungen (Hieroglyphen):

(1) 1. Riedgras (SU); 2. hierat. Abkürzung für das Zeichen "Wachtelküken" (W = U; Konsonanten-Wiederholung zu 1); 3. Brotlaib (T); 4. Plazenta ? (CH; "ch" wie in "Buch"); 1.-4.: SUTCH, "sutech"; 5. liegendes Seth-Tier (Det. für den Gott Seth); 6. sitzender Gott (Det.).
Zu lesen: SUTECH (SETH)

(2) Sitzendes Seth-Tier (Fabeltier; Determinativ für den Gott Seth)

(3a) 1. Holzsäule (AA = "groß"); 2. Wasserlinie (N); 3. Zweig (CHT; "chet"; "ch" wie in "Buch"); 2.+3.: NCHT, "nechet" = Kraft; 4. Plazenta ? (CH; "ch" wie in "Buch"); 5. Brotlaib (T); 4.+5.: Konsonanten-Wiederholungen zu 3.; 6. Mann, mit Stock schlagend (Det. für Stärke, Kraft).
Zu lesen: AA-NECHET ("groß an Kraft")

(3b) 1. Holzsäule (AA = "groß"); 2. Löwenhinterteil (PH [emphat. H]; "peh"); 3. Brotlaib (T); 4. zwei Diagonal-Striche (langes I, Y); 2.-4.: PHTI, "peh(e)ti" = Kraft; 5. Mann, mit Stock schlagend (Det. für Stärke, Kraft).
Zu lesen: AA-PEH(E)TI ("groß an Kraft")

 

Die kleine Kalksteinstele (Theben, 19. Dyn., ca. 1200)
des kgl. Handwerkers Aapehti zeigt diesen in Anbetungshaltung vor dem Gott Seth
(Wortspiel: "Aa-pehti" bedeutet "groß an Kraft" und entspricht dem Epitheton des Seth)
(Quelle: "Tour Egypt")

 

Seth ist der "Herr der Metalle"; die (Eisen-)Erze werden daher als "Knochen des Seth" bezeichnet.
Aufgrund seiner kämpferischen Natur wird im NR eine der 4 Abteilungen des ägyptischen Heeres nach Seth benannt (die anderen Heeresteile nach Amun, Ra und Ptah).
Folgende Tiere sind dem Gott Seth zugeordnet: Antilope (Wüstentier), Schwein, männliches Nilpferd (die königliche Nilpferdjagd symbolisiert den Sieg des Horus über seinen Widersacher Seth), Krokodil, Esel und Schlange.
(Anm.: zum weiblichen Nilpferd s. "Gottheiten 3" [15] Thoëris = Taweret)

 

Seth personifiziert das notwendige Gegengewicht zur göttlichen Ordnung (Dualismus).

Der Ägypter erlebt die Welt aus dualistischer Sicht; er betrachtet die Polarität (Dualität) aber nicht unter dem Aspekt des Gegensatzes, sondern unter dem der Ergänzung. "Polarität" wird als "Gegensätzlichkeit bei wesenhafter Zusammengehörigkeit" definiert. "Gut" und "Böse" sieht der Abendländer als Gegensatz (im Sinne von "entweder - oder"), der Ägypter dagegen als Ergänzung (im Sinne von "sowohl - als auch").

Himmel und Erde ergänzen sich zum Kosmos, zum "Weltganzen".
Die "Beiden Länder" bilden in ihrer Einheit Ägypten.
Der Kampf zwischen Horus und Seth ist der Kampf zwischen Gut und Böse; das Licht siegt über die Dunkelheit und die Ordnung über das Chaos. Die Ordnung wird durch das Königtum (personifiziert in Horus) repräsentiert, das Chaos durch Seth.

 

 

Sonnengötter

 

1) RA (RE)

Die Personifikation des Gestirns Sonne ist der Sonnengott RA (RE). Dargestellt wird er meistens menschengestaltig mit Falkenkopf und Sonnenscheibe als Kopfschmuck; in der Unterwelt auf der Sonnenbarke widderköpfig.

Sonnengott Ra
(Quelle: http://www.desir-egypte.org/photodieux/ra1_jpg_JPG.html)

Mehrere andere Götter werden durch den Sonnenkult zu Gottheiten mit solarem Aspekt und verbinden sich mit dem Sonnengott Re (wie z.B. Amun-Re, Chnum-Re, Sobek-Re, Month-Re).

Die Mittagssonne (Sonnenscheibe) wird mit Re identifiziert.

Seit Djedefre, dem 5. König der 4. Dynastie, führen die Herrscher den Titel "Sohn des Re" vor dem 5. Namen (Eigen- oder Geburtsnamen) der Königstitulatur (s. "4. Dynastie").

 

2) ATUM

In Heliopolis, der "Sonnenstadt", ist der Sonnen- und Schöpfergott ATUM der "Anführer" der Götter-Neunheit (s. "Neunheit"). Dargestellt wird er meistens in Menschengestalt, mit der Doppelkrone auf dem Haupt. Seine heiligen Tiere sind Löwe, Stier und Schlange.

Atum mit der Doppelkrone
(Quelle: http://www.pharao.org)

Die Abendsonne (Sonnenuntergang) wird mit Atum identifiziert (widderköpfig).

Später verschmilzt Atum mit Re zu Atum-Re.

 

3) CHEPER (CHEPRE, CHEPRI)

Die Morgensonne (Sonnenaufgang) steht mit dem geflügelten Skarabäus CHEPER (CHEPRE) in Beziehung. Der Skarabäus als Urgott ist "der (von selbst) Entstandene", der (scheinbar) ohne Zeugung aus der Erde kam.

Der geflügelte Skarabäus (Chepre) mit Sonnenscheibe als Morgensonne
(dieses Pektoral Tutanchamuns stellt dessen Thronnamen "Neb-cheperu-Re" dar)

Die Gleichsetzung mit Atum und Re führt zur Dreiteilung des täglichen Sonnenlaufes (Morgen-, Tages- und Abendsonne).

Dargestellt wird die Morgensonne als Skarabäus mit Sonnenscheibe oder als Mann mit Skarabäuskopf.

Die Morgensonne (dargestellt
als Mann mit Skarabäuskopf)
(Grab der Nefertari)



(4) RE-HARACHTE

In den Pyramidentexten sind Re und Harachte noch getrennt aufgeführte Gottheiten.
Als "Harachte" ("Horus des Horizonts") fungiert HORUS als Gott der Morgensonne (des Sonnenaufgangs). In Verbindung mit dem Sonnengott Re wird er zu "RE-HARACHTE" (s. "Gottheiten 1": Horus). Unter dieser Bezeichnung wird der Sonnengott von Heliopolis zu einer der wichtigsten Gottheiten Ägyptens.

Re-Harachte auf der Grabstele der Ta(net)peret (21./22. Dyn., 10. Jh.)
(die Verstorbene steht anbetend vor dem Sonnengott, der sie wohlwollend
mit Lotosblüten "bestrahlt", deren Duft Leben spendet)
(Louvre Paris) (Quelle: http://www.isis.li)


In Edfu wird Horus im Bild der "Flügelsonne" verehrt (Gleichsetzung mit Re).

In Grabdarstellungen wird Re-Harachte (sitzend auf dem Maat-Zeichen) in falkenköpfiger Menschengestalt abgebildet, mit uräus-umwundener Sonnenscheibe auf dem Haupt.

 

5) ATON

Aton ist zunächst die Bezeichnung für die Sonne als Gestirn. Später wird die sichtbare Sonnenscheibe zur Erscheinungsform des Re. Unter Thutmosis IV. (18. Dyn.) findet die Personifizierung der Sonnenscheibe statt, d.h. ATON selbst ist der Sonnengott!

Die sichtbare Sonnenscheibe, ATON, wird zum alleinigen Sonnen- und obersten Gott, überhaupt zum einzigen Gott Ägyptens deklariert durch Echnaton ("nutzbringend für den Aton", 18. Dyn.), der sich selbst als Mittler zwischen Aton und dem Volk versteht. Zunächst wird Aton noch in falkenköpfiger Menschengestalt dargestellt (wie der heliopolitanische Re-Harachte bisher), ab dem 6. Regierungsjahr Echnatons nur noch als Sonnenscheibe (mit Uraeus), deren Strahlen handförmig enden und teilweise das Anch-Zeichen halten.

Der Aton wird nicht nur als nationaler Gott betrachtet, sondern gilt als universaler Sonnengott der ganzen Welt ("Herr des Himmels und der Erde"; "Herr der Welt").

Aton mit seinen handförmig endenden Sonnenstrahlen
(Altartafel der kgl. Familie: Echnaton, Nofretete + 3 Töchter)

"Es ist kein Gott außer ATON, und Echnaton ist sein Prophet", wie der Ägyptologe Erik Hornung ("Grundzüge der ägyptischen Geschichte") kurz und präzis formulierte!
Mit dem Tode Echnatons ist dieses "Zwischenspiel" während der kurzen Amarna-Zeit zu Ende (s. auch "Tutanchamun" und "Echnaton + Nofretete").

 

 

Gruppen von Gottheiten


(1) Dyade:
Paarweise Anordnung von Gottheiten gemäß dem altägyptischen dualistischen Weltbild (s.o. "Seth").

(2) Triade:
Gruppe von 3 Gottheiten, die eine göttliche Familie bilden (wie Osiris, Isis + Horus). Dagegen besteht die "Reichs-Triade" aus 3 männlichen Gottheiten (Amun, Re + Ptah; s. "Gottheiten 3" [10] Ptah).
Die Zahl 3 bedeutet für die Ägypter Pluralität oder Einheit, die sich in Pluralität ausdrückt.

(3) Tetrade:
Die Zahl 4 ist häufig mit den 4 Himmelsrichtungen assoziiert, was gemäß ägyptischem Denken einer räumlichen (geographischen) Totalität entspricht (z.B. 4 Horussöhne: s. "Gottheiten 4" [41]; oder 4 Kanopen-Gottheiten: s. "Gottheiten 1": Anubis).

(4) Ogdoade:
Gruppierung von 8 Gottheiten bzw. 4 Götterpaaren, deren berühmteste die "Achtheit von Hermopolis" ist (s. "Neunheit" [B]).
Die Zahl 8 (verdoppelte 4) bedeutet ebenfalls Totalität (s. Tetrade).

(5) Enneade:
Gruppe von 9 Gottheiten, deren berühmteste die "Neunheit von Heliopolis" ist (s. dort).
Die Zahl 9 (dreimal 3 = Pluralität; s. Triade) entspricht der Vorstellung von einer großen Anzahl.

(6) Dodekade:
Gruppe von 12 Gottheiten im Zusammenhang mit den jeweils 12 Tages- und Nachtstunden.
Beispiele für die 12 Gottheiten der Tagesstunden: 1. Maat, 2. Hu, 3. Sia; 6. Seth, 7. Horus, 8. Chons, 9. Isis, 10. Heka.
Die 12 Göttinnen der Nachtstunden (s. "Ka, Ba + Ach", Totentexte: [6] Pfortenbuch) tragen nur allgemeine Bezeichnungen, wie z.B. die 12.: "Betrachterin der Schönheit des Re".

(7) Gottheiten des Totengerichts:
42 Gottheiten sitzen beim Tribunal des Osiris in der Unterwelt in der "Halle der beiden Gerechtigkeiten" über die Toten zu Gericht (s. "Ka, Ba + Ach": Totengericht), vor denen der Verstorbene das "negative Schuldbekenntnis" (die aus 42 Vergehen bestehende "negative Konfession") ablegt.
Unter diesen 42 Richter-Gottheiten befinden sich z.B.: 34. Nefertem; 37. Ihi; 40. Neheb-kau (eine hilfreiche Schlangen-Gottheit).

(8) Gau-Gottheiten:
Jeder der 42 Gaue Ägyptens (22 in OÄ, 20 in UÄ) ist durch (mindestens) eine Gottheit und durch ein (unterscheidendes) Gauzeichen repräsentiert.

(9) Sternengottheiten:
In astronomischen Texten und Abbildungen werden Götter und Göttinnen des sternenübersäten Nachthimmels genannt. Auch die den ägyptischen Astronomen bekannten 5 Planeten ("Sterne, die keine Ruhe kennen") werden Gottheiten zugeordnet.
Die wichtigste Gruppe von Sternen sind die "Unvergänglichen", nämlich die nördlichen Zirkumpolarsterne, die nachts immer zu sehen sind. Diese Sterne, die nie "untergehen" (unterhalb des Horizonts verschwinden), symbolisieren für die alten Ägypter die Vorstellung vom ewigen Weiterleben.
Das Bestreben der Könige ist es, im jenseitigen Leben zu einem Stern in dieser Sternengruppe zu werden.

 

 

Stier-Gottheiten

 

Zum Tierkult: Die alten Ägypter beten zu dem G o t t, zu dem das Tier gehört, n i c h t zu dem Tier selbst. Das ist wichtig zum Verständnis dieser Kultart.

Es gibt 3 Stier-Gottheiten: Apis von Memphis, Mnevis von Heliopolis und Buchis von Hermonthis.

Erläuterungen (Hieroglyphen):

(1) 1. Teil des Steuerruders eines Schiffes ? (HP, "hep"); 2. Hocker (P; Konsonanten-Wiederholung zu 1); 3. Stier (Ideogramm).
Zu lesen: HEP (grch. Apis)

(2) 1. gewundene Mauer (MR, "mer"); 2. Schwalbe (WR, "wer"); 3. Stier (Ideogramm).
Zu lesen: MER-WER (grch. Mnevis)

(3) 1. "Seelenvogel" mit Weihrauchgefäß (BA = "Seele"); 2. Henkelkreuz (ANCH = Leben, lebend, lebendig).
Zu lesen: BA-ANCH ("lebender Ba", "lebende Seele"; grch. Buchis ?)

 

Apis-Stele (aus dem
Serapeum von Memphis)

(1) Apis (äg. Hep)
Der Apis-Kult ist seit den ersten Dynastien bekannt. Der Stier gilt als Fruchtbarkeitssymbol. Im Neuen Reich (NR) wird der Apis-Stier als "Ba (Seele) des Ptah" angesehen und daher in dessen Tempel in Memphis verehrt. Unter Psammetich I. (26. Dyn.) wird der Stier zum Orakelgott. Unter den Ptolemäern entsteht aus der Verbindung des Apis mit dem Totengott Osiris die "Neuschöpfung" Serapis ("Osiris-Apis"); Alexandria wird dessen Hauptkultort.
Darstellung des Apis: entweder als Stier mit Sonnenscheibe und Uraeus zwischen den Hörnern oder in stierköpfiger Menschengestalt.
Apis ist ein schwarzer Stier mit weißem Bauch und weißen Beinen. Er muß bestimmte Körpermerkmale aufweisen, wie z.B. einen geiergestaltigen Fleck auf der Kruppe und einen dreieckigen weißen Fleck auf der Stirn.

Mnevis-Stele

(2) Mnevis (äg. Mer-wer oder Nem-wer; später Meni)
Der Mnevis-Stier gilt als Mittler zum Gott Atum. Er wird im Tempel des Re von Heliopolis (äg. Junu) gehalten. Später wird er zum "Ba (Seele) des Re" und erhält den Beinamen "Herold des Re". Erst im NR gewinnt der Kult des Mnevis-Stieres an Bedeutung.
Wegen seiner Verbindung zum Sonnengott wird der Mnevis-Stier von Echnaton als göttliches Wesen anerkannt.
Mnevis ist ein schwarzer Stier mit besonderen Merkmalen, wie z.B. gegen den Strich gerichteten Haaren auf dem Fell.
Dargestellt wird er - wie Apis - mit Sonnenscheibe und Uraeus zwischen den Hörnern.

Buchis-Stele: Ptolemaios V. bringt dem vergöttlichten Buchis-Stier ein Opfer dar;
über dem Buchis der Gott Month (Mentju) in Gestalt eines (schwebenden) Falken
(Ägypt. Museum Kairo) (Quelle der 3 Stelen: http://www.isis.li)

 

(3) Buchis
Der Buchis-Stier wird seit frühester Zeit in Hermonthis (äg. Juni, Junu-Mentju) verehrt; später gilt er als "Ba (Seele) des Gottes Month (Mentju) von Theben".
Ein verstorbener (und vergöttlichter) Buchis-Stier wird mit einer Sonnenscheibe und einem Federpaar zwischen den Hörnern abgebildet (s. Buchis-Stele).
Buchis ist ein weißer Stier mit schwarzem Gesicht.
Anm.: Der Buchis-Stier wird auch als "lebender Ba" (äg. "ba-anch") bezeichnet; möglicherweise ist die grch. Version "Buchis" eine Verballhornung von "ba-anch". Die ursprüngliche ägyptische Bezeichnung für den "Buchis"-Stier ist nicht bekannt.

 

 

Mischwesen

 

(1) "Die verzehrende Flamme"

Statuette eines Mischwesens (Heka?) (Louvre)
(Quelle: http://www.culturekiosque.com/art/exhibiti/rhfheka.htm)

 

Einer der Namen dieser Gottheit mit den 2 Armpaaren lautet "Die verzehrende Flamme". Aus dem Gehörn sprießen Schlangen, ebenfalls aus seinem Haupt, den Füßen und den Knien. Sein Haupt ist außerdem von Tierköpfen umrahmt. Er trägt - wie Bes - einen mähnenartigen Bart. Die Augen sind gelb eingelegt. Sein Körper ist größtenteils mit den magischen Udjat-Augen bedeckt.
Auf dem großen Sockelblock befinden sich Kolumnen mit verschiedenen Namen des Gottes (Dämons?), außerdem eine Anrufung an diese Gottheit.
Dieses "Mischwesen" wird auch als "Heka" (Gott der Zauberei + Magie) angesehen (s. "Gottheiten 3" [14] Heka).

 

(2) Ammit

Mischwesen Ammit
(Papyrus des Hunefer)

 

Die Unterwelt-Dämonin Ammit (Ammut) ist ein Mischwesen aus Löwentorso und Nilpferdhinterteil mit Krokodilskopf. Wenn vor dem Gericht des Osiris in der Unterwelt bei der Wägung des Herzens des Verstorbenen dessen Herz schwerer wiegt als die Feder der Maat, wird dem Toten der Zugang zu den Jaru-Gefilden verwehrt und Ammit verschlingt sein Herz, wodurch der Verstorbene endgültig vernichtet ist (s. "Ka, Ba + Ach", Totentexte).
Die Beinamen dieser Dämonin lauten u.a. "Große Fresserin", "Verschlingerin der Toten", "Groß an Tod".

 

(3) Taweret

Schiefer-Statue der Taweret
(26. Dyn.) (Äg. Museum Kairo)
(Quelle: http://www.isis.li)

 

Die Göttin Taweret (grch. Thoëris) ist ein Mischwesen aus trächtigem Nilpferd mit menschlichen Armen und Brüsten, mit Löwenfüßen sowie Krokodilrücken und -schwanz (oder einem ganzen Krokodil auf dem Rücken), das aufrecht stehend dargestellt wird. Sie ist als Schutzgöttin der Gebärenden sehr beliebt (s. "Gottheiten 3" [15]).

 

 

Vergöttlichte Personen

 

Schon seit dem Alten Reich werden Personen mit überragenden Fähigkeiten und hohem sozialen Ansehen vergöttlicht. Sie sind Mittler zwischen den Menschen und den "großen Göttern". Die Vergöttlichung erfährt eine Steigerung in der Spätzeit.

(1) Imhotep
Der Architekt Imhotep ist der Erbauer der Stufenpyramide des Königs Djoser (3. Dyn.) in Sakkara. Auch als Hoherpriester von Heliopolis genießt er den Ruf eines großen Weisen. Im NR wird er als Schutzherr der Schreiber verehrt. Ab der 26. Dynastie wird er vergöttlicht und erhält einen Tempel in Memphis. Er fungiert auch als Helfer bei Krankheiten und wird so zum Heilgott. Auf der Nil-Insel Philae - wie auch an anderen Orten - existiert ein Heiligtum des Imhotep.
Die Griechen setzen Imhotep ("der in Frieden kommt", grch. Imuthes) mit ihrem Heilgott Asklepios gleich.

Darstellung des Imhotep: sitzend mit einer
geöffneten Papyrusrolle auf den Knien
(Quelle: http://www.nemo.nu/ibisportal/0egyptintro/4egypt/index.htm)

 

(2) Hekaïb (Heqaïb)
Der hohe Beamte und Würdenträger Hekaïb (= Hekaïb-Pepinacht; Gaufürst unter Pharao Pepi II., 6. Dynastie) wird im MR als lokaler Schutzpatron verehrt.
Er erhält ein Heiligtum auf der Nil-Insel Elephantine (Schrein des Hekaïb).

Hekaïb (Relief aus seinem Heiligtum)
(Quelle: http://www.selket.de)

(3) Ahmes-Nefertari
Pharao Amenhotep I. (18. Dyn.) und seine Mutter Ahmes-Nefertari (äg. Jahmes Neferet-iri) gelten in späterer Zeit als Schutzgottheiten der Handwerker von Deir el-Medineh (bei Theben).
Vergöttlichte Herrscher werden auch als lokale Schutzpatrone angebetet.
Dargestellt wird Ahmes-Nefertari meistens mit schwarzer Hautfarbe; schwarz weist auf die Unterwelt hin (s. Farbe des Anubis-Schakals) und auf die Wiedergeburt.

Ahmes-Nefertari (Grab des Inhercha)

(4) Amenhotep, Sohn des Hapu
Der hohe Beamte Amenhotep (Amenophis, Sohn des Hapu) ist Architekt Amenhoteps III. (18. Dyn.) und auch dessen persönlicher Berater. Er wird postum vergöttlicht in Anbetracht seiner Weisheit und ab der Spätzeit wegen seiner Heilkunst. Wie Imhotep wird er als Heilgott verehrt, besonders in Theben.
Im Tempel der Hatschepsut in Deir el-Bahari befindet sich eine Kapelle, die den beiden großen vergöttlichten Architekten Imhotep und Amenhotep geweiht ist.

Schreiberstatue des Amenhotep-Sa-Hapu
(Amenophis, Sohn des Hapu)
(Quelle: http://www.selket.de)

 

Erläuterungen (Hieroglyphen):

Imhotep: 1. Kombination aus Schilfblatt + laufenden Beinen (doppeltes I; langes I); 2. Eule (M); 3. Brot auf Matte (HTP, "hetep"); 4. Brotlaib (T); 5. Hocker (P); 4.+5.: Konsonanten-Wiederholungen zu 3.
Zu lesen: IMHOTEP (eigentlich: I-IM-HETEP; "der in Frieden kommt")

Hekaïb: 1. Krummstab, Heka-Zepter (HKA, "heka"; gutturales K; Q); 2. Hügelabhang (gutturales K; Q; Konsonanten-Wiederholung zu 1); 3. Herz (IB); 4. Fuß (B; Konsonanten-Wiederholung zu 3).
Zu lesen: HEKAÏB (HEQAÏB)

Ahmes-Nefertari: 1. zunehmender Mond (IAH, JAH; mit emphat. H); 2. drei zusammengebundene Fuchsfelle (MS, "mes" = geboren); 3. gefaltetes Tuch (stimmloses S; Konsonanten-Wiederholung zu 2); 4. Herz + Luftröhre (NFR, "nefer"); 5. Brotlaib (T); 4.+5.: NFRT, "neferet" ("die Schöne"); 6. Mund (R); 7. zwei Diagonal-Striche (langes I).
Zu lesen: JAHMES-NEFERET-(I)RI ("Ahmes-Nefertari"; "Jah ist geboren - die Schöne ist gekommen")
[Zur Schreibung von "Nefertari" (mit der Hieroglyphe "Schilfblatt" = I) s. "Gottheiten 3" (5) Maat]

Amenhotep: 1. Schilfblatt (I); 2. Brettspiel (MN, "men"); 3. Wasserlinie (N; Konsonanten-Wiederholung zu 2); 1.-3.: Imen = Amun, Amen; 4. Brot auf Matte (HTP, "hetep"); 5. Brotlaib (T); 6. Hocker (P); 5.+6.: Konsonanten-Wiederholungen zu 4.
Zu lesen: IMEN-HETEP ("Amenhotep" = "Amun ist zufrieden")

 

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