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"Anbetung der Götter"
Tatjenen |
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Tatjenen (Tatenen) ist ein Urgott; sein Name bedeutet "aufgetauchtes Land". Er wird erwähnt im Zusammenhang mit dem Auftauchen des Urhügels. Ta-tjenen ist der memphitische Erdgott. Er ist ein Symbol für Ägypten selbst und das aus den Überschwemmungsfluten des Nils auftauchende fruchtbare Land. Dargestellt wird er als bärtiger Mann, der eine Krone mit Widderhörnern und Sonnenscheibe mit 2 Federn trägt. Tatjenen ist das memphitische Gegenstück zum heliopolitanischen Benben-Stein (Symbol des Urhügels; s. auch "Neunheit"); außerdem ist er eine Personifikation Ägyptens und ein Aspekt des Erdgottes Geb.
Erläuterungen (Hieroglyphen): (1) 1. Land (TA); 2. Tierfessel (TJ);
3.+4. zweimal Binse (NN; "nen"). (2) 1. Fuß (B); 2. Wasserlinie
(N); 3. wie 1.; 4. wie 2.; 5. Dorn; Dreieck (Determinativ). (3) 1. Gans (GB; "geb");
2. Fuß (B; Konsonanten-Wiederholung zu 1). (4) 1. Brotlaib (T); 2. äg.
Geier (A); 3. Thron (ST; "set"); 4. Brotlaib (T; Konsonanten-Wiederholung
zu 3.); 5. Haus (Det. für Grab); 6.-8. dreimal Herz + Luftröhre
(NFR; Plural: NFRU, "neferu"); 9. verehrte Person(en) + 3
Pluralstriche (Det. für vornehme Person).
Tatjenen beschützt den Weg der königlichen Toten in der Unterwelt. Auf den Wänden des Grabes seines jungen Sohnes Amunherchepeschef im Tal der Königinnen wird Ramses III. (20. Dyn.) dargestellt, wie er den Gott Tatjenen dazu ermuntert, sich um den toten Prinzen zu kümmern.
Amunherchepeschef, Ramses III. + Tatjenen
Tatjenen (vergrößerter Ausschnitt
aus vorhergehender Abb.) Aus der Beischrift geht hervor, daß
es sich um "Ptah-Tanen" handelt. Die Hieroglyphe "Tierfessel"
(TJ; s.o. "Tatjenen") erscheint hier nicht. Ptah in seinem
Aspekt als Erdgott wird auch "Tanen" oder "Ptah-Ta(tje)nen"
genannt, entspricht also dem Erdgott Tatjenen. Im Tal der Königinnen (äg. "Ta-Set-Neferu" = Ort der königlichen Kinder) sind 4 weitere Söhne Ramses´III. bestattet: Paraherwenemef, Sethherchepeschef, Chaemwaset und Ramses. Aufgrund der Vorbildfunktion Ramses´II. d.Gr. (19. Dyn.) für Ramses III. tragen dessen Söhne dieselben Namen wie die Prinzen Ramses´II. !
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T h o t
Thot (äg. Djehuti) ist der Gott der Schrift und der Wissenschaften; er wird daher besonders von den Schreibern verehrt. Er steht den Bibliotheken der sog. Häuser des Lebens ("Per-Anch") vor; unter seiner Obhut stehen alle wissenschaftlichen (medizinischen, mathematischen) und heiligen Bücher, zu denen nur die Schreiber (die "Nachfolger des Thot") Zutritt haben. Thot gilt als Erfinder der Hieroglyphenschrift.
Plastik des Schreibers Nebmertuef mit dem Pavian, dem
Dargestellt wird Thot entweder ibisköpfig in Menschengestalt oder als Pavian (weißer Affe) in sitzender Stellung. Hedjwer (Hezur, Hedjur), der "große Weiße" (ein Paviansgott der Frühzeit), verschmilzt schon in der Pyramidenzeit mit dem Mondgott Thot. Auf dem Haupt trägt er die Mondscheibe und Mondsichel (wie die Mondgötter Chons und Jah, s. "Gottheiten 3" [2] + "Gottheiten 4" [26]). Schepsi, eine Gestirnsgottheit (ebenfalls mit Mondscheibe und Mondsichel auf dem Haupt), gilt als eine Erscheinungsform des Thot. Einer Legende zufolge entspringt Thot dem Haupt des Seth; andererseits wird er als "Sohn des Re" bezeichnet. Er gilt als derjenige, der die Götter besänftigt und Frieden unter ihnen stiftet. Thot assistiert dem Osiris in der Unterwelt, wo dessen Gericht tagt, und wo die Verstorbenen vor Thot das "negative Sündenbekenntnis" ablegen (s. "Ka, Ba + Ach": Totengericht und Totenopfer).
Thot notiert das Ergebnis der Wägung des Herzens
Erklärungen und Erläuterungen (Hieroglyphen): (1) 1. Heiliger Ibis auf Standarte (Ideogramm für Thot); 2. sitzender Gott (Determinativ). (2) 1. Brot; 2. sitzender Gott (Det.). Auf Särgen des MR wurde aus abergläubischen Gründen diese Schreibweise der unter (1) aufgeführten vorgezogen. (3) 1. Haus (PR; "per"); 2. Lebensschleife (ANCH = Leben); 3. wie 1. (hier wohl Determinativ für Haus, Gebäude). Zu lesen: PER-ANCH ("Haus des Lebens"). Unter dieser Bezeichnung (auch "Haus der Schriftgelehrten" oder "Akademie" genannt) wird eine dem Tempel angeschlossene Lehranstalt verstanden; sie beherbergt Papyri heiligen oder wissenschaftlichen Inhalts, die nur den Schreibern zugänglich sind zum Studium dieser Texte oder auch zum Kopieren. Diese "Tempelschulen" stehen unter der Obhut des Thot, des Gottes der Wissenschaften. (4) 1. Kobra (DJ, "dje");
2. gedrehter Docht (emphat. H); 3. Wachtelküken (W=U); 4. Brotlaib
(T); 5. zwei Schrägstriche (langes I; Y). (5) Ideogramm für den ibisköpfigen Gott Thot (Djehuti). (6) 1. s. (1); 2.+3. s. (4); 4. s. (1). Offenbar handelt es sich hierbei um eine "Misch-Schreibweise" aus (1) + (4). (7) 1. ein Paar erhobener Arme
(KA; "ka" = Stier); 2. Feder (Symbol der Göttin MAAT). (8) 1. Keule (HDJ, "hedj"
= weiß); 2. Schwalbe (WR; "ur", "wer" =
groß; s. "Isis").
Sein Hauptkultort ist Chemenu (grch. Hermopolis; s. auch "Neunheit") in Mittelägypten. Die Griechen setzen Thot mit ihrem Gott Hermes gleich. Ein Epitheton des Thot erscheint in einer Inschrift im Tempel von Esna: "Thot der Große, der Große, der Große" (äg. Djehuti-pa-aa, pa-aa, pa-aa; grch. "Hermes Trismegistos", der dreimal große Hermes). Durch die Beziehung zum Mond
wird Thot zum "Herrn der Zeit" und zum "Rechner der
Jahre". Daher sind Schreibgerät und Palmenrippe seine häufigsten
Attribute. 4 Pharaonen der 18. Dynastie (Thutmosis I - IV) führen den Namen des Gottes Thot in ihrem Geburtsnamen (Eigennamen); Thutmosis (grch.) = äg. Djehuti-mes ("Thot ist geboren"). In der Spätzeit erhält Thot ("Herr des Mondes") den Beinamen "Silberner Aton".
Anedjti
Anedjti (Anezti, Andjety) ist der alte Königsgott der Frühzeit; sein Hauptkultort ist Busiris (äg. Djedu) im Delta. Die sog. Geißel (äg. "nechacha") wird von Anedjti, dem "Oberhaupt der östlichen Gaue", zum Herrschaftssymbol erhoben (später Attribut der Götter Osiris und Min, Herrschaftssymbol der Könige). Der Krummstab (äg. "heka"), ein Attribut des Anedjti, ist ursprünglich wohl ein Hirtenstab. Der Fruchtbarkeitsgott (und spätere Totengott) Osiris verschmilzt mit dem alten Königsgott, von dem er die Machtsymbole Krummstab und Geißel übernimmt. Auch die konische Krone Anedjtis, verziert mit 2 Federn, wird als "Atef-Krone" von Osiris übernommen; ebenfalls das Epitheton "Herr von Djedu".
Erläuterungen (Hieroglyphen): (1) 1. Arm (A); 2. Wasserlinie (N);
3. Kobra (DJ, "dsch"); 2.-3.: NDJ, "nedj"; 4.
Brotlaib (T); 5. Pistill (TI; T: Konsonanten-Wiederholung zu 4); 6.
Schilfblatt (I; Konsonanten-Wiederholung zu 5); 7. Determinativ (Gott
Anedjti). (2) 1. Korb (NB, "neb" =
Herr); 2. Djed-Pfeiler (DJD, "djed", "dsched");
3. Determinativ (Ort); 4. Wachtelküken (W=U); 3.+4.: graphische
Umstellung (hierzu und zum Epitheton s. "Gottheiten 1":
Osiris). (3) Attribute des Anedjti: Krummstab (vielleicht Hirtenstab; als Machtsymbol: Heka-Zepter; s. "Symbole"); Flagellum (vielleicht Hirtenpeitsche; Wedel; Geißel; später: pharaonisches Machtsymbol; s. "Symbole"); Krone des Anedjti (wird später zur "Atef-Krone" des Osiris; s. "Kronen + Embleme").
S e t h
Seth (Setesch, Setech ["ch" wie in "ich"], Suti, Sutech ["ch" wie in "Buch"]), der Gott des Chaos und der Verwirrung, gehört zur Götterneunheit von Heliopolis. Er gilt als Schutzpatron der Wüste und des Auslandes (aller nichtägyptischen Länder); er ist verantwortlich für Sturm und Gewitter. Zur Zeit der Fremdherrschaften (besonders derjenigen der Assyrer; 671-663) wird er dadurch als Landesfeind und als Symbol alles Bösen betrachtet. Später wird Seth mit dem grch. Dämon Typhon identifiziert (Typhon, ein feuerspeiender Drache, hatte sich gegen Zeus aufgelehnt; dieser schlug ihn mit seinem Blitz und warf ihn in den Tartaros). Hauptkultort des Seth ist Ombos (äg.
"Nebut") in OÄ; vorher war dieser Ort dem Gott Asch
geweiht (s. "Gottheiten 4" [32]). Meistens wird Seth menschengestaltig
mit dem Kopf des "Seth-Tieres" (Fabeltier) dargestellt.
Der 11. oä. Gau führt das Seth-Tier als Gauzeichen. In Krönungs- und Kronjubiläumsszenen (Reliefs) wird gezeigt, wie Horus und Seth dem König die rote (uä.) und die weiße (oä.) Krone überreichen.
Bei seiner Krönung werden dem Pharao die beiden
In der 2. Zwischenzeit wird Seth von den Hyksos (15.
+ 16. Dynastie) in Auaris verehrt. Seth begleitet Ra auf dessen 12-stündiger Nachtreise durch die "Duat" (s. "Totenopfer", Totentexte), in deren Verlauf er die Apophis-Schlange besiegt, die den Sonnengott bedroht (Seth als Prototyp des "Drachentöters"). Hierbei werden Seths destruktive Kräfte in eine positive Richtung gelenkt. Seth wehrt die Apophis-Schlange von Ras Sonnenbarke
ab
Erläuterungen (Hieroglyphen): (1) 1. Riedgras (SU); 2. hierat. Abkürzung für
das Zeichen "Wachtelküken" (W = U; Konsonanten-Wiederholung
zu 1); 3. Brotlaib (T); 4. Plazenta ? (CH; "ch" wie in "Buch");
1.-4.: SUTCH, "sutech"; 5. liegendes Seth-Tier (Det. für
den Gott Seth); 6. sitzender Gott (Det.). (2) Sitzendes Seth-Tier (Fabeltier; Determinativ für den Gott Seth) (3a) 1. Holzsäule (AA = "groß");
2. Wasserlinie (N); 3. Zweig (CHT; "chet"; "ch"
wie in "Buch"); 2.+3.: NCHT, "nechet" = Kraft;
4. Plazenta ? (CH; "ch" wie in "Buch"); 5. Brotlaib
(T); 4.+5.: Konsonanten-Wiederholungen zu 3.; 6. Mann, mit Stock schlagend
(Det. für Stärke, Kraft). (3b) 1. Holzsäule (AA = "groß");
2. Löwenhinterteil (PH [emphat. H]; "peh"); 3. Brotlaib
(T); 4. zwei Diagonal-Striche (langes I, Y); 2.-4.: PHTI, "peh(e)ti"
= Kraft; 5. Mann, mit Stock schlagend (Det. für Stärke,
Kraft).
Die kleine Kalksteinstele (Theben, 19. Dyn., ca. 1200)
Seth ist der "Herr der Metalle"; die (Eisen-)Erze
werden daher als "Knochen des Seth" bezeichnet.
Seth personifiziert das notwendige Gegengewicht zur göttlichen Ordnung (Dualismus). Der Ägypter erlebt die Welt aus dualistischer Sicht; er betrachtet die Polarität (Dualität) aber nicht unter dem Aspekt des Gegensatzes, sondern unter dem der Ergänzung. "Polarität" wird als "Gegensätzlichkeit bei wesenhafter Zusammengehörigkeit" definiert. "Gut" und "Böse" sieht der Abendländer als Gegensatz (im Sinne von "entweder - oder"), der Ägypter dagegen als Ergänzung (im Sinne von "sowohl - als auch"). Himmel und Erde ergänzen sich zum Kosmos, zum "Weltganzen".
Sonnengötter
1) RA (RE) Die Personifikation des Gestirns Sonne ist der Sonnengott RA (RE). Dargestellt wird er meistens menschengestaltig mit Falkenkopf und Sonnenscheibe als Kopfschmuck; in der Unterwelt auf der Sonnenbarke widderköpfig.
Sonnengott Ra Mehrere andere Götter werden durch den Sonnenkult zu Gottheiten mit solarem Aspekt und verbinden sich mit dem Sonnengott Re (wie z.B. Amun-Re, Chnum-Re, Sobek-Re, Month-Re). Die Mittagssonne (Sonnenscheibe) wird mit Re identifiziert. Seit Djedefre, dem 5. König der 4. Dynastie, führen die Herrscher den Titel "Sohn des Re" vor dem 5. Namen (Eigen- oder Geburtsnamen) der Königstitulatur (s. "4. Dynastie").
2) ATUM In Heliopolis, der "Sonnenstadt", ist der Sonnen- und Schöpfergott ATUM der "Anführer" der Götter-Neunheit (s. "Neunheit"). Dargestellt wird er meistens in Menschengestalt, mit der Doppelkrone auf dem Haupt. Seine heiligen Tiere sind Löwe, Stier und Schlange.
Atum mit der Doppelkrone Die Abendsonne (Sonnenuntergang) wird mit Atum identifiziert (widderköpfig). Später verschmilzt Atum mit Re zu Atum-Re.
3) CHEPER (CHEPRE, CHEPRI) Die Morgensonne (Sonnenaufgang) steht mit dem geflügelten Skarabäus CHEPER (CHEPRE) in Beziehung. Der Skarabäus als Urgott ist "der (von selbst) Entstandene", der (scheinbar) ohne Zeugung aus der Erde kam.
Der geflügelte Skarabäus (Chepre) mit Sonnenscheibe
als Morgensonne Die Gleichsetzung mit Atum und Re führt zur Dreiteilung des täglichen Sonnenlaufes (Morgen-, Tages- und Abendsonne). Dargestellt wird die Morgensonne als Skarabäus mit Sonnenscheibe oder als Mann mit Skarabäuskopf.
Die Morgensonne (dargestellt
In den Pyramidentexten sind Re und Harachte noch getrennt
aufgeführte Gottheiten.
Re-Harachte auf der Grabstele der Ta(net)peret (21./22.
Dyn., 10. Jh.) In Edfu wird Horus im Bild der "Flügelsonne" verehrt (Gleichsetzung mit Re). In Grabdarstellungen wird Re-Harachte (sitzend auf dem Maat-Zeichen) in falkenköpfiger Menschengestalt abgebildet, mit uräus-umwundener Sonnenscheibe auf dem Haupt.
5) ATON Aton ist zunächst die Bezeichnung für die Sonne als Gestirn. Später wird die sichtbare Sonnenscheibe zur Erscheinungsform des Re. Unter Thutmosis IV. (18. Dyn.) findet die Personifizierung der Sonnenscheibe statt, d.h. ATON selbst ist der Sonnengott! Die sichtbare Sonnenscheibe, ATON, wird zum alleinigen Sonnen- und obersten Gott, überhaupt zum einzigen Gott Ägyptens deklariert durch Echnaton ("nutzbringend für den Aton", 18. Dyn.), der sich selbst als Mittler zwischen Aton und dem Volk versteht. Zunächst wird Aton noch in falkenköpfiger Menschengestalt dargestellt (wie der heliopolitanische Re-Harachte bisher), ab dem 6. Regierungsjahr Echnatons nur noch als Sonnenscheibe (mit Uraeus), deren Strahlen handförmig enden und teilweise das Anch-Zeichen halten. Der Aton wird nicht nur als nationaler Gott betrachtet, sondern gilt als universaler Sonnengott der ganzen Welt ("Herr des Himmels und der Erde"; "Herr der Welt").
Aton mit seinen handförmig endenden Sonnenstrahlen "Es ist kein Gott außer ATON, und Echnaton
ist sein Prophet", wie der Ägyptologe Erik Hornung ("Grundzüge
der ägyptischen Geschichte") kurz und präzis formulierte!
Gruppen von Gottheiten
(1) Dyade: (2) Triade: (3) Tetrade: (4) Ogdoade: (5) Enneade: (6) Dodekade: (7) Gottheiten des Totengerichts: (8) Gau-Gottheiten: (9) Sternengottheiten:
Stier-Gottheiten
Zum Tierkult: Die alten Ägypter beten zu dem G o t t, zu dem das Tier gehört, n i c h t zu dem Tier selbst. Das ist wichtig zum Verständnis dieser Kultart. Es gibt 3 Stier-Gottheiten: Apis von Memphis, Mnevis von Heliopolis und Buchis von Hermonthis.
Erläuterungen (Hieroglyphen): (1) 1. Teil des Steuerruders eines
Schiffes ? (HP, "hep"); 2. Hocker (P; Konsonanten-Wiederholung
zu 1); 3. Stier (Ideogramm). (2) 1. gewundene Mauer (MR, "mer");
2. Schwalbe (WR, "wer"); 3. Stier (Ideogramm). (3) 1. "Seelenvogel"
mit Weihrauchgefäß (BA = "Seele"); 2. Henkelkreuz
(ANCH = Leben, lebend, lebendig).
Apis-Stele (aus dem (1) Apis (äg. Hep)
Mnevis-Stele (2) Mnevis (äg. Mer-wer
oder Nem-wer; später Meni)
Buchis-Stele: Ptolemaios V. bringt dem vergöttlichten Buchis-Stier
ein Opfer dar;
(3) Buchis
Mischwesen
(1) "Die verzehrende Flamme"
Statuette eines Mischwesens (Heka?)
(Louvre)
Einer der Namen dieser Gottheit mit
den 2 Armpaaren lautet "Die verzehrende Flamme". Aus dem
Gehörn sprießen Schlangen, ebenfalls aus seinem Haupt,
den Füßen und den Knien. Sein Haupt ist außerdem
von Tierköpfen umrahmt. Er trägt - wie Bes - einen mähnenartigen
Bart. Die Augen sind gelb eingelegt. Sein Körper ist größtenteils
mit den magischen Udjat-Augen bedeckt.
(2) Ammit
Mischwesen Ammit
Die Unterwelt-Dämonin Ammit (Ammut) ist ein Mischwesen
aus Löwentorso und Nilpferdhinterteil mit Krokodilskopf. Wenn
vor dem Gericht des Osiris in der Unterwelt bei der Wägung des
Herzens des Verstorbenen dessen Herz schwerer wiegt als die Feder
der Maat, wird dem Toten der Zugang zu den Jaru-Gefilden verwehrt
und Ammit verschlingt sein Herz, wodurch der Verstorbene endgültig
vernichtet ist (s. "Ka, Ba + Ach", Totentexte).
(3) Taweret
Schiefer-Statue der Taweret
Die Göttin Taweret (grch. Thoëris) ist ein Mischwesen aus trächtigem Nilpferd mit menschlichen Armen und Brüsten, mit Löwenfüßen sowie Krokodilrücken und -schwanz (oder einem ganzen Krokodil auf dem Rücken), das aufrecht stehend dargestellt wird. Sie ist als Schutzgöttin der Gebärenden sehr beliebt (s. "Gottheiten 3" [15]).
Vergöttlichte Personen
Schon seit dem Alten Reich werden Personen mit überragenden Fähigkeiten und hohem sozialen Ansehen vergöttlicht. Sie sind Mittler zwischen den Menschen und den "großen Göttern". Die Vergöttlichung erfährt eine Steigerung in der Spätzeit. (1) Imhotep
Darstellung des Imhotep: sitzend mit einer
(2) Hekaïb (Heqaïb)
Hekaïb (Relief aus seinem Heiligtum) (3) Ahmes-Nefertari
Ahmes-Nefertari (Grab des Inhercha) (4) Amenhotep, Sohn des Hapu
Schreiberstatue des Amenhotep-Sa-Hapu
Erläuterungen (Hieroglyphen): Imhotep: 1. Kombination aus Schilfblatt
+ laufenden Beinen (doppeltes I; langes I); 2. Eule (M); 3. Brot auf
Matte (HTP, "hetep"); 4. Brotlaib (T); 5. Hocker (P); 4.+5.:
Konsonanten-Wiederholungen zu 3. Hekaïb: 1. Krummstab, Heka-Zepter
(HKA, "heka"; gutturales K; Q); 2. Hügelabhang (gutturales
K; Q; Konsonanten-Wiederholung zu 1); 3. Herz (IB); 4. Fuß (B;
Konsonanten-Wiederholung zu 3). Ahmes-Nefertari: 1. zunehmender Mond (IAH, JAH; mit
emphat. H); 2. drei zusammengebundene Fuchsfelle (MS, "mes"
= geboren); 3. gefaltetes Tuch (stimmloses S; Konsonanten-Wiederholung
zu 2); 4. Herz + Luftröhre (NFR, "nefer"); 5. Brotlaib
(T); 4.+5.: NFRT, "neferet" ("die Schöne");
6. Mund (R); 7. zwei Diagonal-Striche (langes I). Amenhotep: 1. Schilfblatt (I); 2. Brettspiel (MN, "men");
3. Wasserlinie (N; Konsonanten-Wiederholung zu 2); 1.-3.: Imen = Amun,
Amen; 4. Brot auf Matte (HTP, "hetep"); 5. Brotlaib (T);
6. Hocker (P); 5.+6.: Konsonanten-Wiederholungen zu 4.
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