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(s. auch "Neunheit", "Kronen + Embleme")
(1) Bastet Die besonders in Bubastis (s. "Hauptstädte"
Nr. 10) verehrte Göttin wird zunächst (seit dem Alten Reich)
in löwenköpfiger Menschengestalt dargestellt (ebenfalls die
Göttinnen Tefnut und Sachmet); seit dem Neuen Reich tritt Bastet
katzenköpfig auf, nachdem im Mittleren Reich die Katze ihr heiliges
Tier geworden ist.
(2) Chons Die "Triade von Theben" besteht
aus Amun, Mut und deren Sohn Chons. Der Mondgott Chons ("Durchwandler
des Himmels") wird mumienförmig dargestellt, mit den Herrschaftssymbolen
Krummstab und Geißel sowie mit der Mondscheibe und der Mondsichel
auf seinem Haupt. Als "Chons das Kind" (mit Jugendlocke) wird
er zum Schutzgott gegen böse Tiere; auch wirkt er in dieser Erscheinungsform
als Ratgeber bei Krankheiten.
"Chons das Kind" mit Seitenlocke
und Herrschaftssymbolen
"Chons das Kind"
(3) Hathor Der Hauptkultort der Hathor (Hat-Hor)
schon im Alten Reich ist Dendera (s.u., IHI). Ihr Name bedeutet "Haus
(Tempel) des Horus". Sie gilt als Mutter des Horus; später
tritt Isis an ihre Stelle. Hathor wird kuhgestaltig und in Menschengestalt
(mit Kuhohren) dargestellt mit Kuhgehörn und Sonnenscheibe auf
dem Haupt.
Hathor begrüßt Nefertari
(4) Herischef Der in Herakleopolis (s. "Hauptstädte" Nr. 3) verehrte Herischef ist ein Fruchtbarkeitsgott in Widdergestalt (grch. Harsaphes, mit Herakles gleichgesetzt). Teils wird er mit Re identifiziert und mit der Sonnenscheibe auf dem Haupt, teils mit Osiris und dann mit der Atef-Krone dargestellt. Sein Name bedeutet: "Der auf (über) seinem See ist". Herischef in widderköpfiger Menschengestalt
(Goldstatuette; 25. Dyn.)
(5) Maat Die Göttin Maat (Ma-at) wird mit
einer Straußenfeder auf dem Haupt dargestellt (s. auch Abb. unter
"Kronen + Embleme"). Sie personifiziert die Begriffe Wahrheit,
Recht (Gerechtigkeit) und die kosmische Ordnung. Das Abbild der Göttin
wird, als Puppe auf der Hand des Pharaos, von diesem den Göttern
als Opfer dargebracht. Diese Geste soll ausdrücken, daß der
König die göttliche Ordnung vertritt. Die Richter werden als
"Priester der Maat" bezeichnet.
Maat (mit Straußenfeder auf dem
Haupt) beschützt die Kartusche der
Kartusche der Nefertari Erläuterungen zur Kartusche der
Nefertari (von oben nach unten und von rechts nach links zu lesen):
(6) Min Der Fruchtbarkeits- und Vegetationsgott
Min wird mumienförmig und ithyphallisch dargestellt (wie auch Amun
in seinem "Min-Aspekt"). Zu seinen Attributen zählt u.a.
auch ein Lattichbeet. Der Lattich ist mit dem Kult des Min verbunden:
wegen der milchigen Flüssigkeit, die derjenigen des Samens gleicht,
wird diese Pflanze als Aphrodisiakum angesehen.
Fruchtbarkeitsgott Min
(7) Month Der falkenköpfige Gott Month (Mentju)
wird ursprünglich in Hermonthis (äg. Junu-Mentju) und seit
der 11. Dyn. in Theben (äg. Waset) verehrt. Er ist der Schutzherr
des thebanischen Gaues. Die Könige der 11. Dyn. machen Month zum
obersten Gott; vier Vertreter dieser Dynastie nennen sich "Mentuhotep"
(eigentlich "Mentjuhetep" = "Month ist zufrieden").
Goldstatuette des Month
(8) Nefertem Der jugendliche Gott Nefertem (Gott des
Wohlgeruchs), Sohn des Ptah und der Sachmet, trägt als Kopfschmuck
eine Lotosblüte, zusätzlich manchmal auch zwei lange Federn.
Ein Pyramidentext bezeichnet ihn als "Lotosblume an der Nase des
Re". Sein Name bedeutet "Schön ist Atum (Item)".
Nefertem mit Lotosblüte als Kopfschmuck
(9) Neith Die alte Stadtgöttin von Saïs
(s. "Hauptstädte" Nr. 11; heute: Sa el-Hagar) ist eine
Kriegsgöttin, deren Attribute Schild, Pfeil und Bogen sind. Als
Totengöttin hält Neith zusammen mit den Göttinnen Isis,
Nephthys und Serket (Selket) die Totenwache an Osiris´ Bahre.
Neith mit ihrem Symbol auf dem Haupt
(10) Ptah Die "Reichs-Triade" des Neuen
Reiches besteht aus Amun, Re und Ptah, dem Stadtgott von Memphis; die
"Triade von Memphis" aus dem Götterpaar Ptah und Sachmet
sowie deren Sohn Nefertem. Die Götterlehre von Memphis sieht in
Ptah den Schöpfergott (wie Chnum, der "belebende Bildner"
[s. "Ka, Ba + Ach"]), der durch Herz und Zunge (Gedanken und
Sprechen) die Welt erschaffen habe - gleich dem Gott der Bibel (AT):
"...und Gott sprach: Es werde..."!
Göttertriade von Memphis: Ptah,
Sachmet und Nefertem
(11) Sachmet Die "Triade von Memphis" besteht
aus Ptah, Sachmet und deren Sohn Nefertem. Sachmet wird (meist) menschengestaltig
mit Löwenkopf dargestellt. Ihr Name bedeutet "die Mächtige"
(wie Wosret = Us(e)ret), was auf ihr Wesen als Kriegsgöttin hinweist.
Die thebanische Göttin Mut verschmilzt mit dem Aufstieg Thebens
zur Residenz mit Sachmet zur löwenköpfigen Mut-Sachmet.
(12) Ihi Die "Triade
von Dendera" (ägypt. Junet, grch. Tentyris) besteht aus Hathor,
Horus von Edfu (Horus Behedeti), als dessen Gattin Hathor gilt, sowie
deren Sohn Ihi, dem jugendlichen Musikgott. Als kindlicher Gott wird
Ihi nackt, mit Lutschfinger und Jugendlocke dargestellt. Sein
Name bedeutet "der Musikant".
Relief vom Hathor-Tempel in Dendera
(Ausschnitt):
(13) Sched Sched ("der Retter") ist eine
weniger bekannte Gottheit. Er ist - wie Serket - mit dem Skorpion verbunden;
er soll vor Skorpion-Stichen schützen. Sched ist beim Volk sehr
beliebt. Er wird manchmal auch nackt dargestellt wie der junge Horus,
der in Zaubertexten auch als Horus-Sched bezeichnet wird.
Der junge Retter-Gott Sched (Pektoral;
18./19. Dyn.) Das Amulett zeigt den jungen Sched, auf einem Krokodil stehend, in den Händen Schlangen und wilde Tiere haltend (wie "Horus das Kind" auf der Horus-Stele; s. "Gottheiten 1": Horus).
(14) Heka Die "Triade von Esna" (ägypt.
Junit, grch. Latopolis) besteht aus dem Schöpfergott Chnum, der
löwengestaltigen Menhit sowie deren Sohn Heka (grch. Hike; die
personifizierte Zauberkraft oder Magie). Die alten Ägypter glauben
an eine geheimnisvolle Kraft, die sie "Heka" nennen; Magie
und Religion schließen sich gemäß ihren Glaubensvorstellungen
nicht gegenseitig aus!
(15) Thoëris Die Göttin TAWERET ("die Große";
grch. Thoëris) ist ein Mischwesen aus trächtigem Nilpferd
mit Krokodilrücken und -schwanz, Löwenfüßen und
Menschenarmen. Sie ist die Schutzgöttin der Gebärenden; ihre
Hauptfunktion ist der Schutz von Mutter und Kind.
Taweret stützt sich mit der linken
Hand und dem Anch-Zeichen
Taweret auf dem Relief der Außenmauer
des Tempels von Dendera
(16) Rattaui Die "Triade von Medamud" (äg.
Madu) besteht aus Month, Rattaui sowie dem (ihnen zugeordneten) Sohn
Harpokrates ("Horus das Kind", äg. "Hor-pa-chered";
s. "Gottheiten 1": Horus). Rat-taui ("Sonne der Beiden
Länder") ist seit dem Neuen Reich (NR) das weibliche Pendant
zum Sonnengott Ra.
(17) Miysis Dieser Löwengott gilt als Sohn der
Bastet (auch die Löwengöttin Sachmet wird manchmal als dessen
Mutter angesehen, während als Vater in beiden Fällen der Gott
Ptah fungiert). Auf Papyri des späten NR wird sein Name erwähnt.
Sein äg. Name lautet "Mahes"; die Griechen nennen ihn
"Miysis", "Mysis" oder "Mihos". Er stammt
aus Leontopolis ("Löwenstadt"; äg. Taremu; heute:
Tell el-Muqdam; Ostdelta-Gebiet, UÄ).
Statue des löwenköpfigen
Mahes
(18) Bes Der zwergengestaltige Gott Bes sieht
zwar grotesk aus, ist aber von freundlicher Natur. Er fungiert als Schutzgott
(s. "Symbole", Sa-Schleife), der das Böse abwehrt, und
- wie Taweret - als Beschützer von Mutter und Kind.
Der messerschwingende Gott Bes
(19) Meretseger Die thebanische Schlangengöttin
Meretseger (Meresger) wird hauptsächlich im NR kultisch verehrt.
Ihr Name bedeutet "die das Schweigen liebt". Sie soll auf
dem Berg wohnen (der auch nach ihr benannt ist), der das Tal der Könige
überblickt. Daher wird sie auch "Bergspitze des Westens"
(äg. "dehenet-imen[t]et") genannt.
Stele mit Taweret (Thoëris) und
Meretseger (in schlangenköpfiger
(20) Schai Im Totenbuch-Papyrus
des kgl. Schreibers Ani (s. "Totentexte") erscheint der Gott
Schai (grch. Psois) bei der "Wägung des Herzens" als
einer der 42 Richter-Gottheiten beim Tribunal des Osiris in der "Halle
der beiden Gerechtigkeiten" (s. "Totengericht + Totenopfer").
Schai ist der Gott des Schicksals und der zugemessenen Lebenszeit. In
Inschriften aus der Regierungszeit Echnatons (18. Dyn.) wird der König
oder der Gott Aton beschrieben als "der Schai, der Leben gibt"
(Strahlen der Aton-Sonnenscheibe enden in Händen, die das Lebenszeichen
Anch halten).
Schai (Papyrus des Ani)
(21) Hatmehit Die Fischgöttin
des Deltas und Gaugöttin des 16. uä. Gaues, Hatmehit, wird
in Mendes (äg. Per-Banebdjedet = "Haus des Ba des Herrn von
Djedet") verehrt. Mendes ist die Hauptstadt dieses Gaues und Hauptkultort
der Göttin. Ab der 2. Dynastie wird sie durch den Widdergott Banebdjedet
("Ba des Herrn von Djedet"), der zu ihrem Gefährten (Gemahl)
wird, verdrängt.
(22) Anuket Die Göttin
Anuket (äg. Anket; grch. Anukis) wird hauptsächlich in der
Region des 1. Nil-Kataraktes (bei Assuan) verehrt. Sie gilt als Göttin
der Nilquellen (Katarakte) und Schützerin von S-Ägypten (Grenzgebiet
zu Nubien). Dargestellt wird sie mit Papyrus-Zepter und hoher Federkrone.
Anuket säugt Ramses II.
Relief-Darstellung der Anuket (Tempel
von Dakka)
(23) Sobek Der Krokodilgott
Sobek (äg. Sebek; grch. Suchos) wird entweder als Krokodil (oft
auf einem Schrein) oder in Menschengestalt mit Krokodilskopf dargestellt.
Auf dem Haupt trägt er ein gedrehtes Gehörn mit Sonnenscheibe
und hoher Doppelfeder. In Kom Ombo, seinem Hauptkultort in OÄ,
teilt er sich den dortigen von den Ptolemäern errichteten Doppeltempel
mit Haroëris (s. "Gottheiten 1": Horus). Ein weiterer
wichtiger Kultort ist die Stadt Schedet (grch. Krokodilopolis) im Fayum.
Sobek mit Kopfschmuck
(24) Cheribakef In der Wüstenregion
um Memphis wird diese Gottheit verehrt. Sein Name bedeutet: "Der
unter seinem Ölbaum ist".
Erklärungen + Erläuterungen (Hieroglyphen):
(1) (1. Variante): 1. Ölkrug (BAS); 2.+3. zweimal Brotlaib (TT; "tet"); 4. Det. (Göttin). (1) (2. Variante): 1. gefaltetes Tuch (stimmloses S); 2. Jabiru, Storch (BA); 1.+2.: graphische Umstellung (s. "Gottheiten 1", Osiris, "Herr von Djedu"); zu lesen wie 2.+1. (BAS); 3. Ölkrug (BAS; phonetisches Determinativ); 4.+5. zweimal Brotlaib (TT; "tet"). (2) 1. Plazenta ? (CH; "ch" wie in "Buch"); 2. Wasserlinie (N); 1.+2.: CHN, "chen"; 3. Binse (SU); 4. Wachtelküken (W = U; Konsonanten-Wiederholung zu 3); 5. Det. (Gott). Eigentlich: CHENSU. (3) 1./2. Kombination aus Hausgrundriß (HWT = HUT) + Horusfalke (HR, HOR); 3. Det. (Göttin Hathor). Eigentlich: HUT-HOR (grch. Hathor). (4) 1. Gesicht (HR); 2. Mund (R; Konsonanten-Wiederholung zu 1); 3. Himmel (HRI, "heri"; HR: Konsonanten-Wiederholungen zu 1+2); 4. Teich (SCH); 5. Hornviper (F, "ef"); 7. Det. (Widdergott Herischef). (5) 1. Kombination aus Sichel (MA) + Statuenbasis (MAA; Konsonanten-Wiederholungen); 2. Unterarm (A; Konsonanten-Wiederholung zu 1); 3. Brotlaib (T); 4. Det. (Göttin Maat). (6) (1. Variante): 1. Emblem des
Gottes Min; 2. Standarte (Begleit-Ideogramm zu 1.); 3. Det. (Gott Min). (6) (2. Variante): 1. Brettspiel (MN; "men"); 2. Wasserlinie (N; Konsonanten-Wiederholung zu 1); 3. Wachtelküken (W = U); 4. Horusfalke auf Standarte (Det. für verschiedene Götter). Eigentlich: MENU (grch. Min).
(7) 1. Brettspiel (MN; "men"); 2. Wasserlinie (N; Konsonanten-Wiederholung zu 1); 3. Tierfessel (TJ); 4. Wachtelküken (W = U); 5. Det. (Gott Month). Eigentlich: MENTJU ("Mentschu"). (8) 1. Herz + Luftröhre (NFR; "nefer"); 2. Hornviper (F); 3. Mund (R); 2.+3.: Konsonanten-Wiederholungen zu 1; 4. Brotlaib (T); 5. Schlitten (TM; T: Konsonanten-Wiederholung zu 4); 6. Eule (M; Konsonanten-Wiederholung zu 5); 7. Det. (Gott); 1.-6.: "nfrtm" (NEFERTEM) (9) 1. Wasserlinie (N); 2. Brotlaib (T); 3. Emblem der Göttin Neith; 4. Det. (Göttin). Eigentlich: NET od. NIT (grch. Neith; gesprochen: Ne-ith). (10) 1. Hocker (P); 2. Brotlaib
(T); 3. gedrehter Docht (emphat. H); 4. Det. (Gott Ptah). Eigentlich:
P(E)TEH. (11) 1. Sechem-Zepter
(SCHM, "sechem"; "ch" wie in "Buch");
2. Plazenta ? (CH; "ch" wie in "Buch"; Konsonanten-Wiederholung
zu 1); 3. Brotlaib (T); 4. Det. (Göttin). (12) 1. Schilfblatt (I); 2. gedrehter Docht (emphat. H); 3.+4. zweimal Schilfblatt (langes I, Y); 5. Det. (Kind, göttliches Kind).
(13) 1. Wasserschlauch (SCHD; "sched"); 2. Hand (D; Konsonanten-Wiederholung zu 1); 3. Det. (Gott). (14) 1. gedrehter Docht (emphat. H); 2. ein Paar erhobener Arme (KA); 1.+2.: "hka" (HEKA); 3. Det. (Gott). (15) 1. Brotlaib (T); 2. äg. Geier (A); 3. Schwalbe (WR; "wer"); 4. Mund (R; Konsonanten-Wiederholung zu 3); 5. wie 1; 1.-5.: "tawr(r)t" (TAWERET). (16) 1.
Mund (R); 2. Unterarm (A); 3. Sonnenscheibe + Determinativ-Strich ("Sonne");
4.+5. zweimal das Zeichen für "Land" (TA; hier: Dual
von "ta", also "taui"; s. auch "Tameri");
6.+7. zweimal das Zeichen für "bewässertes
Land" (Determinativ). Das Endungs-T beim weiblichen Pendant zum
Sonnengott RA - "RAT"- wird also nicht mitgeschrieben, aber
mitgesprochen. (17) 1. Sichel (MA); 2. äg. Geier (A; Konsonanten-Wiederholung zu 1); 3. gedrehter Docht (emphatisches H); 4. Wasserkrug (HS, "hes"; H: Konsonanten-Wiederholung zu 3); 5. gefaltetes Tuch (stimmloses S; Konsonanten-Wiederholung zu 4); 6. geschminktes Auge (Determinativ für "Wachsamkeit", eine der Eigenschaften dieses Gottes). Anm.: Die Hieroglyphen-Schreibweise von "Mahes" stammt aus dem Internet ("Tour Egypt"); im "Hannig-Lexikon" ist dieser Gott n i c h t aufgeführt. (18) 1. Fuß (B); 2. Jabiru,
Storch (eigentlich BA, hier: B); 3. äg. Geier (eigentlich A, hier:
nicht mitgesprochen); 4. Rückenwirbel (?) + Determinativ-Strich
(eigentlich SA, hier: S). Das sog. "group-writing" (s. Gardiner
§ 60) ist eine eigenartige Methode Hieroglyphen zu schreiben, indem
nämlich Zweikonsonantenzeichen (ZKZ; Biliterale)
statt Einkonsonantenzeichen (EKZ; alphabetische Zeichen) verwendet werden;
d.h. im Falle von "Bes": die 2. Hieroglyphe (Storch) hat den
Lautwert "BA" (ZKZ), wird aber nur als "B" (EKZ)
gelesen, wobei es sich um eine Konsonanten-Wiederholung
zu 1. handelt; die 3. (äg. Geier) hat den Lautwert "A"
(als Konsonanten-Wiederholung zu 2.), wird aber nicht mitgesprochen
(wie das "A" von "BA"); die 4. (Rückenwirbel?)
hat den Lautwert "SA", wird aber nur als "S" gelesen
(inkl. Determinativ-Strich); 1.-4.: BS, "bes".
(19) 1. Hacke (MR); 2. Mund (R;
Konsonanten-Wiederholung zu 1); 3. Brotlaib (T); 1.-3.: MRT, "meret"
= "sie liebt"; 4. gefaltetes Tuch (stimmloses S); 5. Krugständer
(G); 6. wie 2.; 5.-6.: GR; "ger" = "Schweigen, Stille";
4.-6.: SGR; "se-ger" = "Ort des Schweigens"; 7.
sitzender Mann mit Hand zum Mund (Determinativ für "denken",
"schweigen"); 8. Kobra (Determinativ für "Schlangengöttin"). (20) 1. Teich mit Lotosblumen (SCHA); 2. äg. Geier (A; Konsonanten-Wiederholung zu 1); 3.+4. zweimal Schilfblatt (langes I; Y). (21) Nilkarpfen (Lepidotus) auf einer Gau-Standarte (Determinativ für die Fisch-Göttin Hatmehit). (22) 1. Unterarm (A); 2. Wasserlinie
(N); 3. Hügelabhang (gutturales K; Q); 4. Brotlaib (T); 1.-4.:
ANKT; "an(e)ket". (23) 1. gefaltetes Tuch (stimmloses
S); 2. Fuß (B); 3. Korb mit Griff (K); 1.-3.: SBK, "sebek";
4. Krokodil auf Schrein (Ideogramm/Determinativ für den Gott Sobek). (24) 1. Schlachtklotz (CHR(I), "cher(i)" = "unter"; "ch" wie in "ich"); 2. Jabiru, Storch (BA); 3. Baum (Determinativ); 4. Hügelabhang (gutturales K; Q); 2.-4.: BAK = Ölbaum, Moringabaum (aus dessen Nüssen das Behenöl gewonnen wird); 5. Hornviper (F, "ef"); 2.-5.: BAKF, "bakef" = sein Ölbaum.
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