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Amulette
Das UDJAT-Auge ist das von Thot geheilte,
wiederhergestellte Auge des Horus ("Mondauge"). Udjat-Auge (Horusauge) als Schmuckanhänger
(flankiert von Der DJED-Pfeiler ist ein Symbol für
"Dauer". Ursprünglich soll es sich beim "Djed"
um einen Pfahl gehandelt haben, um den kreisförmig Getreideähren
in Stufen gebunden wurden.
Geflügelter Djed-Pfeiler Dieses Relief aus dem Tempel Ramses´II.
in Abydos zeigt den Pharao beim Opfer vor Osiris, der von einem personifizierten
geflügelten Djed-Pfeiler "beschützt" wird. Der SCHEN-Ring ist die Hieroglyphe für
"Ewigkeit". Bei Pektoralen (Hals- bzw. Brustkragen) hat der
Horus-Falke häufig dieses Symbol in seinen Fängen.
Tutanchamuns Falken-Pektoral (Äg.
Museum Kairo) Das TIT-Zeichen (TET, TYET), auch "Isis-Blut"
oder "Isis-Knoten" genannt, hat Ähnlichkeit mit dem Hieroglyphen-Zeichen
"anch" (Leben) - das auch als "Lebensschleife" oder
"Henkelkreuz" bezeichnet wird - mit dem Unterschied, daß
beim Isisknoten die Seitenarme heruntergeklappt sind.
Nefertem mit dem "Isisblut"-Amulett
(Tit) Die SA-Schleife - die Hieroglyphe
stellt ein aufgerolltes Schutzdach aus Papyrus dar mit der Bedeutung
"Schutz" - ist dementsprechend ein Schutzsymbol. Sa-Schleife (über dem Anch-Zeichen) |
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Zepter und andere Machtsymbole |
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(1) Das WAS-Zepter (UAS-Zepter) ist ein Symbol für
Heil und Glück, Macht und Herrscherwürde. Es ist unten gegabelt
und endet oben in einem stilisierten Caniden-Kopf (Hund oder Schakal).
Dieses Zepter ist das Zeichen des Gaues Theben (= ägypt. Waset
= Stadt des Was-Zepters). (2) Papyrus-Stengel: Die Göttin Wadjet (Uadjet, Wadjit, Uto, Edjo), auch "die Grüne" genannt, hat einen Papyrusstab als Zepter (Papyrus-Zepter), das Symbol für "Grünen" und "Gedeihen" (ägypt. wadj = jung, grün). (3) Das HEKA-Zepter ist ein Krummstab (ehemals Hirtenstab?). Krummstab und Flagellum (Geißel, Peitsche) sind die Symbole des prädynastischen Gottes Anedjti (Anezti) von Busiris (äg. Djedu), bevor sie zu Symbolen des Osiris werden. Anedjti = "der Schützer" (s. "Gottheiten 2") (4) Das Flagellum (Wedel, Geißel, Peitsche) ist ein Stab mit 2-3 herabhängenden Perlenschnüren (ehemals Hirtenpeitsche?). Dieser Wedel (ägypt. nechacha) ist ein Emblem sowohl des Osiris (s. "Gottheiten 1") als auch des Fruchtbarkeitsgottes Min (s. "Gottheiten 3" [6]). (5) Das SECHEM-Zepter ist sowohl Herrscherstab als auch göttliches Machtsymbol (Osiris und Anubis). Im oberen Teil ist häufig ein Augenpaar eingezeichnet. In Titeln ist dieses Sechem-Zeichen als "cherep" (n. Gardiner) zu lesen ("ch" in beiden Fällen wie in "Buch"). Eine weitere Bezeichnung: Aba-Zepter (s. "Neunheit", Abydos). (6) Die "Symbol-Triade" besteht aus den 3 Zeichen Was-Zepter, Djed-Pfeiler und Anch (Lebensschleife, Henkelkreuz), die auf der "Korb"-Hieroglyphe ("neb") stehen. Diese Symbol-Zeichen befinden sich als Relief (in fortlaufender Folge) an einer Wand des Terrassentempels der Hatschepsut in Deir el-Bahari (Theben-West).
"Symbol-Triade" (Quelle: "Tour Egypt") Auf diesem Fragment einer Säule aus dem Karnak-Tempel, das Horus und Sesostris I. zeigt, befindet sich rechts über dem Haupt des Horus eine "Symbol-Triade" (Was-Zepter, Djed-Pfeiler und Anch-Zeichen) auf der "Korb"-Hieroglyphe.
"Symbol-Triade" (vergrößerter Ausschnitt
aus |
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Ornamente und Dekorationen
Die Farbenfreudigkeit der alten Ägypter ist aus der ornamentalen Dekoration ihrer Wohnhäuser und besonders aus ihren herrlichen und farbenprächtigen Grabmalereien ersichtlich. Die Schöpfer dieser "Kunstwerke", die sich offenbar gar nicht als "Künstler" sehen, haben diese mit Liebe und Hingabe an den Götter- und Totenkult gestaltet. Alle ihre Darstellungen haben symbolhaften Charakter. Ihre Werke werden heute (meistens) unter künstlerischem und ästhetischem Aspekt betrachtet, ohne ihren Symbolgehalt zu (er)kennen. Nachfolgendes Bild zeigt ein paar
Beispiele (Reihenfolge: von links oben nach rechts unten):
Abb. 2 enthält eine Leiste von "Cheker-Zeichen". Es soll sich bei diesen Zeichen um einen symbolischen Hinweis auf die göttliche Zeit des Ursprungs Ägyptens handeln. Diese symbolhafte Dekoration stammt aus dem Grab Ramses´VI. (20. Dyn.) im Tal der Könige. Abb. 3 stellt das Podest des Thrones des Osiris dar (aus dem Grab Sethos´I.). Abb. 4 zeigt eine Fußleiste aus dem Grab des Merenptah (19. Dyn.) im Tal der Könige. Abb. 5 (durchgehend) ist die Umrandung eines Wandbildes aus dem Grab Sethos´I. (19. Dyn.) im Tal der Könige. Abb. 6 enthält einen Fries von "Symbol-Triaden" aus dem Grab Sethos´I. (in anderer Reihenfolge als beim Terrassentempel der Hatschepsut; s.o.). Abb. 7 gibt das Beispiel einer Wanddekoration
in einem Wohnhaus wieder. Abb. 8 zeigt den Sternenhimmel in der "Blauen Kammer" unter der Stufenpyramide des Djoser (3. Dyn.) in Sakkara. Abb. 9 stellt ein Motiv (Ewigkeitssymbole)
aus dem Grab des Handwerkers Sennedjem in Deir el-Medineh dar (s. "Grab
des Sennedjem"). Dieser und weitere Künstler aus der Handwerkersiedlung
schmücken die Grabstätten Sethos´I. und Ramses´II.
(19. Dyn.) im Tal der Könige.
Wandmalerei (Grab des Sennedjem): zwischen
den beiden
Stele mit dem gleichen Motiv: hier
mit nur e i n e r Wasserlinie
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